Fuchs

Fuchs
Meister Reineke (umgangssprachlich)

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Fuchs [fʊks], der; -es, Füchse ['fʏksə]:
1. kleineres Raubtier mit rötlich braunem Fell, spitzer Schnauze, großen, spitzen Ohren und buschigem Schwanz:
der Fuchs verschwand mit seiner Beute im Bau.
2. (ugs.) durch Schläue und Gewitztheit gekennzeichnete Person:
du musst dich in Acht nehmen, sie ist ein schlauer Fuchs; ihr Anwalt ist ein Fuchs.
Syn.: Schlauberger (ugs.; meist scherzh. oder ironisch).

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Fụchs 〈[ -ks] m. 1u
1. 〈Zool.〉 Angehöriger einer Gruppe fast über die ganze Erde verbreiteter, hundeartiger Raubtiere, frisst kleinere bis mittlere Wirbeltiere, Insekten, Früchte, auch Aas, vorsichtiges, „schlaues“ Tier: Vulpinas
2. dessen Fell
3. Pferd mit rotbraunem Fell, Schweif u. Mähnenhaar
4. Tagfalter aus der Gruppe der Zackenfalter mit rötl. gefleckten Flügeln; Sy Fuchsfalter
5. Kleiner \Fuchs: Vanessa urticae
6. Großer \Fuchs: Vanessa polychloros
7. 〈Tech.〉 schwachansteigender Kanal zw. Feuerung u. Schornstein
8. 〈fig.〉 schlauer, listiger Mensch
9. Student, der einer Verbindung angehört, im ersten u. zweiten Semester
● er ist ein (alter) \Fuchs 〈fig.〉; ein schlauer \Fuchs 〈fig.〉; wo die Füchse (Fuchs und Hase) sich gute Nacht sagen 〈fig.〉 an einsamem, weitentferntem Ort [<ahd. fuhs, engl. fox <westgerm. *fuhsa-; zu idg. *puk-, *peuk- „dicht behaart, buschig“]

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Fụchs , der; -es, Füchse:
1. [mhd. vuhs, ahd. fuhs, eigtl. = der Geschwänzte, wohl verhüll. Bez.] kleineres Raubtier mit rötlich braunem Fell, spitzer Schnauze, großen, spitzen Ohren u. buschigem Schwanz:
der F. schnürt übers Feld;
einen F. schießen, erlegen;
R der F. muss zum Loch heraus (der Fall muss aufgeklärt werden);
da kommt der F. zum Loch heraus (der wahre Grund kommt an den Tag);
das/den Weg hat der F. [mit dem Schwanz] gemessen [und den Schwanz dazugegeben] (der Weg ist viel länger als angegeben);
wo sich die Füchse/wo sich F. und Hase Gute Nacht sagen (scherzh.; an einem verlassenen, einsamen Ort);
die Füchse brauen (es wird neblig; Nebel steigt auf);
Füchse prellen (1. schlauer sein als Schlaue. 2. jmdm. übel mitspielen).
2.
a) Fell eines Fuchses (1):
ein Kragen aus F.;
b) aus dem Fell eines Fuchses (1) gearbeiteter Pelz:
sie trägt einen F.
3. (ugs.) durch seine Schläue u. Gewitztheit andern überlegener Mensch:
er ist ein [schlauer, alter] F.
4. (ugs., oft abwertend) Mensch mit roten Haaren:
er, sie ist ein F.
5. <österr. auch: der; -en, -en> Pferd mit rötlich braunem Fell sowie Mähne u. Schweifhaar von gleicher od. hellerer Farbe.
6. Tagfalter mit gelb- bis rotbraunen, blau bis schwärzlich gefleckten u. gesäumten Flügeln.
7. [H. u.] (Verbindungswesen) noch nicht voll berechtigtes Mitglied einer Studentenverbindung im ersten u. zweiten Semester.
8. [nach der Form des Fuchsbaus] Abzugskanal einer Feuerung zum Schornstein.

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I
Fuchs
 
Militärwesen: Bezeichnung für ein schwimmfähiges gepanzertes Radfahrzeug aus deutscher Produktion mit einer Motorleistung von 235 kW, einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 100 km/h, einem Aktionsradius von rund 800 km und bewaffnet mit einem Maschinengewehr. In der Ausführung als Transportpanzer kann er neben den drei Mann Besatzung noch maximal neun Soldaten befördern. In der Ausführung als Spürpanzer wird er mit vier Mann Besatzung zur ABC-Aufklärung eingesetzt. Ausgerüstet ist er dazu mit Sonden und Sensoren, um Strahlungen und Kampfstoffe in der Luft, am Boden und im Wasser aufzuspüren und mithilfe entsprechender Labortechnik zu analysieren; ein spezieller Greifarm kann Bodenproben zu Feinanalysen entnehmen. Eingesetzt wurde der Spürpanzer Fuchs unter anderem 1992 im Golfkrieg von amerikanischen, britischen und israelischen Streitkräften.
 
II
Fuchs,
 
1) Astronomie: Füchschen, lateinisch Vulpecula, Abkürzung Vul, im Sommer am Abendhimmel sichtbares Sternbild der Milchstraße, zwischen den Sternbildern Adler und Schwan gelegen; in ihm befindet sich der Hantelnebel.
 
 2) studentisches Verbindungswesen: Fux, Bezeichnung für das noch nicht vollberechtigte Mitglied einer Verbindung im ersten und zweiten Semester.
 
 3) Zoologie: 1) ein Raubtier, Füchse; 2) Bezeichnung für ein Pferd mit rötlichem (fuchsfarbenem) Deckhaar und ebensolchem oder hellerem Mähnen- und Schweifhaar; 3) Bezeichnung für zwei Eckenfalter: Großer Fuchs (Nymphalis polychloros; Spannweite 6-7 cm); in der gesamten Paläarktis verbreitet, jedoch in Mitteleuropa v. a. infolge Insektizideinsatzes immer seltener werdend. Die schwarzbraunen Raupen fressen Blätter verschiedener Laubbäume, v. a. an Ulmen, Weiden, Obstbäumen. - Kleiner Fuchs (Nesselfalter, Aglais urticae; Spannweite 4-5 cm), in Eurasien häufig vorkommend, Kulturfolger. Die Raupen sind braun mit gelben Längsstreifen, sie fressen v. a. an Brennnesseln. Die Imago überwintert u. a. in Häusern und Höhlen.
 
 
III
Fụchs,
 
1) Anke, Politikerin, * Hamburg 5. 7. 1937; Juristin, zunächst gewerkschaftlich tätig, 1980-2002 Mitglied des Bundestags (SPD), war 1977-80 beamtete, 1980-82 parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, 28. 4. bis 1. 10. 1982 Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit sowie 1987-91 Bundesgeschäftsführerin der SPD, 11. 5. 1993 bis September 1998 stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Sie ist seit 9. 6. 1995 Präsidentin des Deutschen Mieterbundes. Am 27. 10. 1998 wurde sie Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages.
 
 
 2) Bohuslav, tschechischer Architekt und Stadtplaner, * Všechovice (bei Holešov) 24. 3. 1895, ✝ Brünn 18. 9. 1972; Schüler von J. Kotěra, Mitglied der tschechischen CIAM-Gruppe (1930-48), ab 1947 Professor an der TH Brünn. Fuchs lieferte städtebauliche Entwürfe u. a. für Iglau (Jihlava), Brünn und das Prager Stadtzentrum (1962-64). Er trat auch als Theoretiker der modernen tschechoslowakischen Architektur hervor.
 
Werke: Hotel Avion in Brünn (1927-28); Vesna-Schule und Eliška-Machová-Haus, ebenda (1928-30); Schwimmbad »Der grüne Frosch« in Trenčianské Teplice (1937-39).
 
 3) Emil, evangelischer Theologe, * Beerfelden 13. 5. 1874, ✝ Berlin (Ost) 13. 2. 1971, Vater von 10); nach dem Ersten Weltkrieg führender religiöser Sozialist in Thüringen; war ab 1918 Pfarrer in Eisenach, 1931-33 (Entlassung aus politischen Gründen) Professor für Religionswissenschaft in Kiel (Pädagogische Akademie), ab 1949 für systematische Theologie und Religionssoziologie in Leipzig. Fuchs betonte in seinen Arbeiten die soziale Verantwortung der Kirche, wobei er als Theologe Elemente der marxistischen Gesellschaftsanalyse positiv aufnahm. Schrieb »Marxismus und Christentum« (1952), »Christliche und marxistische Ethik« (1957 ff.).
 
 4) Ernst, österreichischer Maler und Grafiker, * Wien 13. 2. 1930; studierte 1946-50 bei A. P. Gütersloh an der Akademie in Wien; Vertreter der Wiener Schule des fantastischen Realismus. In Gemälden und Radierungen, die er in altmeisterlichen Techniken ausführt, behandelt er v. a. biblische Themen, lässt sich aber auch von Mythologie und Kabbalistik inspirieren. Sein Stil weist Einflüsse von Symbolismus und Jugendstil auf. Fuchs schuf auch Skulpturen und entwarf Bühnenbilder.
 
 
F. über E. F. Bilder u. Zeichnungen von 1945-1976, hg. v. R. P. Hartmann (1977);
 
Das graph. Werk: 1967-1980, hg. v. R. P. Hartmann: (1980);
 
E. F.: Planeta Caelestis (1987).
 
 5) Gerd, Schriftsteller, * Nonnweiler (Landkreis Sankt Wendel) 14. 9. 1932; behandelt politische und gesellschaftliche Themen, z. B. die Nachwirkungen des Nationalsozialismus bis in die heutige Zeit hinein.
 
Werke: Romane: Beringer und die lange Wut (1973); Stunde Null (1981); Schinderhannes (1986); Katharinas Nacht (1992).
 
Erzählungen: Landru (1966); Ein Mann fürs Leben (1978; Stück, Uraufführung 1985).
 
 6) Günter Bruno, Schriftsteller, * Berlin 3. 7. 1928, ✝ ebenda 19. 4. 1977; nach Kriegsgefangenschaft Kunststudium (nicht abgeschlossen), dann Hilfsarbeiter, Student, Clown, 1950-52 Schulhelfer in Berlin (Ost), 1952-57 freier Schriftsteller und Grafiker in Reutlingen, dann in Berlin (West). Der Außenseiter des konventionellen Literaturbetriebs schuf poetische Texte, die in einer eigenen surrealen und märchenhaften Welt angesiedelt sind. Der bürgerlichen Alltäglichkeit begegnete er mit parodistischer Umkehrung des Erwarteten. Viele der Texte sind von Grafiken und Zeichnungen begleitet.
 
Werke: Gedichte: Zigeunertrommel (1956); Nach der Haussuchung (1957); Trinkermeditationen (1962); Pennergesang (1965); Blätter eines Hof-Poeten (1967); Handbuch für Einwohner (1969); Reiseplan für Westberliner anläßlich einer Reise nach Moskau und zurück (1973).
 
Gedichte mit Erzählungen: Brevier eines Degenschluckers (1960); Gesammelte Fibelgeschichten und letzte Gedichte (1978).
 
Erzählungen: Polizeistunde (1959); Wanderbühne (1976).
 
Romane: Krümelnehmer (1963); Bericht eines Bremer Stadtmusikanten (1968); Der Bahnwärter Sandomir (1971).
 
Ausgabe: Werke, herausgegeben von W. Ihrig, 3 Bände (1990-95).
 
 7) Immanuel Lazarus, Mathematiker, * Moschin (polnisch Mosina, bei Posen) 5. 5. 1833, ✝ Berlin 26. 4. 1902; Professor in Greifswald (1869-74), Göttingen, Heidelberg (1875-84) und Berlin. Fuchs behandelte v. a. algebraische und funktionentheoretische Probleme sowie besonders die Theorie der homogenen linearen Differenzialgleichungen n -ter Ordnung im Komplexen mit analytischen Koeffizientenfunktionen (fuchssche Differenzialgleichungen).
 
 8) Johann Nepomuk von (seit 1849), Chemiker und Mineraloge, * Mattenzell (heute zu Zell, Landkreis Cham) 15. 5. 1774, ✝ München 5. 3. 1856; ab 1807 Professor in Landshut, ab 1823 Konservator der mineralogischen Staatssammlung in München, ab 1826 ebenda Professor. Seine Untersuchungen über gleiche Kristallformen bei wechselnden chemischen Zusammensetzungen sind Pionierarbeiten auf dem Gebiet der Isomorphie. Fuchs entdeckte die Herstellung von Wasserglas (1820) und lieferte u. a. wichtige Studien über Zement und Kaolin.
 
 9) Jürgen, Schriftsteller, * Reichenbach/Vogtland 19. 12. 1950, ✝ Berlin 9. 5. 1999; studierte Psychologie in Jena, wurde 1975 zwangsexmatrikuliert, war danach in verschiedenen Berufen tätig und wegen seines Protests gegen die Ausbürgerung W. Biermanns mehrere Monate in Haft. Er lebte seit 1977 im Westteil Berlins. Fuchs schrieb Gedichte, Prosaskizzen, Essays, Dramen und Hörspiele, meist mit autobiographischem Hintergrund (so der Roman »Fassonschnitt«, 1984, über seine Erfahrungen in der Armee der DDR).
 
Weitere Werke: Lyrik: Tagesnotizen (1979); Pappkameraden (1981).
 
Prosa: Gedächtnisprotokolle (1977); Vernehmungsprotokolle. November '76 bis September '77 (1978); Das Ende einer Feigheit (1988).
 
Rede: Poesie und Zersetzung (1993).
 
 10) Klaus, Physiker, * Rüsselsheim 29. 12. 1911, ✝ Berlin (Ost) 28. 1. 1988, Sohn von 3); wurde 1932 Mitglied der KPD und emigrierte 1933 über Frankreich nach Großbritannien, wo er v. a. über Probleme der theoretischen Festkörperphysik arbeitete. Als britischer Staatsangehöriger war Fuchs 1943-46 am amerikanischen Atombombenprojekt in Los Alamos (New Mexiko) tätig. In dieser Zeit übergab er der sowjetischen Spionage amerikanische und britische Geheiminformationen. Seit 1946 Leiter der theoretischen Abteilung des britischen Atomforschungszentrums in Harwell (County Oxfordshire). Er wurde 1948 als Spion entlarvt und 1950 wegen Atomspionage verurteilt; nach Begnadigung (1959) war er in der DDR im Zentralinstitut für Kernphysik in Rossendorf (bei Dresden) tätig.
 
 11) Leonhart, Mediziner und Botaniker, * Wemding 17. 1. 1501, ✝ Tübingen 10. 5. 1566; Professor in Ingolstadt und Tübingen. Fuchs zählt zu den bedeutendsten humanistischen Medizinern des 16. Jahrhunderts und gilt als einer der »Väter« der Botanik; er gab in »Historia stirpium« (1542; deutsch unter dem Titel »New Kreüterbuch«) erstmals eine systematische Darstellung der Pflanzen und führte eine wissenschaftliche Benennung ein.
 
 12) Paul Freiherr von (seit 1700), brandenburgischer Staatsmann, * Stettin 15. 12. 1640, ✝ Gut Malchow (heute zu Berlin) 7. 8. 1704; seit 1667 Professor für Rechtswissenschaft an der reformierten Universität Duisburg, wurde 1670 als Geheimer Kammersekretär des Grossen Kurfürsten (Friedrich Wilhelm) nach Berlin berufen. In dessen und seines Nachfolgers Diensten leitete er die brandenburgische Außenpolitik. Fuchs hatte wesentlichen Anteil am Zustandekommen des Bündnisses mit den niederländischen Generalstaaten und an dem Verteidigungspakt mit Österreich (1686). Seit 1695 war er als Konsistorialpräsident auch für die Kirchen- und Schulpolitik verantwortlich. Er setzte 1692 die Gründung der Universität Halle durch (Eröffnung 1694), an die er u. a. C. Thomasius berief. Besonders förderte er die von A. H. Francke geführten Bildungsanstalten. Fuchs hatte auch großen Anteil an der Gründung der Berliner Akademie der Wissenschaften.
 
 13) Robert, österreichischer Komponist, * Frauental an der Laßnitz (bei Deutschlandsberg) 15. 2. 1847, ✝ Wien 19. 2. 1927; war am Wiener Konservatorium Lehrer u. a. von H. Wolf und G. Mahler; sein von J. Brahms gefördertes und angeregtes Werk umfasst Orchester- (bedeutend die Serenaden) und Kammermusik, Klavierwerke, Chormusik und Lieder.
 
 14) [fuːks], Sir (seit 1958) Vivian Ernest, britischer Geologe und Polarforscher, * Freshwater (County Isle of Wight) 11. 2. 1908, ✝ Cambridge 11. 11. 1999. Zusammen mit E. P. Hillary leitete er die »British Commonwealth Trans-Antarctic Expedition« (1957/58), die erstmals die gesamte Antarktis auf dem Landweg durchquerte.
 
 15) Walter, Sinologe, * Berlin 1. 8. 1902, ✝ Köln 5. 3. 1979; wurde nach langem Chinaaufenthalt (1935-50) Professor in Berlin-West (1956) und Köln (seit 1960), arbeitete v. a. über die chinesische Kulturgeschichte des 17.-19. Jahrhunderts (mit besonderer Berücksichtigung von Fragen der Bibliographie, Kartographie sowie der Rolle der Mandschu).
 
Werke: The »Mongol atlas« of China (1946); Chinesische und mandjurische Handschriften und seltene Drucke (1966; Verzeichnis der orientalischen Handschrift in Deutschland, Band 12, 1).
 
Herausgeber: Jesuiten-Atlas der K'ang-hsi-Zeit (1941).

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Fụchs, der; -es, Füchse [1: mhd. vuhs, ahd. fuhs, eigtl. = der Geschwänzte, wohl verhüll. Bez.; 7: H. u.; 8: nach der rötlichen Farbe des Goldes; 9: nach der Form des Fuchsbaus]: 1. kleineres, etwas hochbeiniges Raubtier mit rötlich braunem Fell, spitzer Schnauze, großen, spitzen Ohren u. buschigem Schwanz: Plötzlich bellte ein F. in den Bergen, das war ein schlimmes Zeichen. Andere Füchse fielen ein (Nossack, Begegnung 386); der F. schnürt (Jägerspr.; trabt geradeaus) übers Feld; einen F. schießen, erlegen; Spr stirbt der F., so gilt der Balg (wenn jmd. stirbt, steht das Erbe im Vordergrund; eigtl. alter Rechtsspruch: beim Tode ausgeliehener Tiere musste der Wert des Balgs erstattet werden); R der F. muss zum Loch heraus (der Fall muss aufgeklärt werden); da kommt der F. zum Loch heraus (versteckte Beweggründe werden bekannt; der wahre Grund kommt an den Tag); das/den Weg hat der F. [mit dem Schwanz] gemessen [und den Schwanz dazugegeben] (der Weg ist viel länger als angegeben); *wo sich die Füchse/wo sich F. und Hase Gute Nacht sagen (scherzh.; an einem verlassenen, einsamen Ort [gelegen]); die Füchse brauen (es wird neblig, Nebel steigt auf); Füchse prellen (1. schlauer sein als Schlaue. 2. jmdm. übel mitspielen). 2. a) Fell des Fuchses (1): einen Kragen aus F. arbeiten; b) aus dem Fell des Fuchses (1) gearbeiteter Pelz: sie trägt einen F. 3. (ugs.) durch seine Schläue u. Gewitztheit andern überlegener Mensch: er ist ein [schlauer] F.; was für ein alter F. der Fromm da ist! Er durchschaut bestimmt alles (Fallada, Jeder 51). 4. (ugs., oft abwertend) ein Mensch mit roten Haaren: er, sie ist ein F. 5. Pferd mit rötlich braunem Fell sowie Mähne u. Schwanzhaar von gleicher od. hellerer Farbe: einen, auf einem F. reiten; Ackerwagen, ... bespannt mit vier Füchsen (Fallada, Herr 5). 6. Tagfalter mit gelb- bis rotbraunen, blau bis schwärzlich gefleckten u. gesäumten Flügeln. 7. (Verbindungswesen) noch nicht vollberechtigtes Mitglied einer Studentenverbindung im ersten u. zweiten Semester. 8. (veraltet) Goldmünze: die blanken Füchse schlieften in Rudeln ein (= in den Klingelbeutel; Winckler, Bomberg 199). 9. Abzugskanal einer Feuerung zum Schornstein.

Universal-Lexikon. 2012.

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